Was hilft bei Schreibblockaden? Meine Tipps

Gründer Idee

Da sitz ich seit gestern am Schreibtisch und will den nächsten Blogbeitrag schreiben und was passiert? Ich komm einfach nicht voran, der Artikel wird nicht rund, das Thema fließt einfach nicht. Ja, das kommt vor. Zum Glück passiert das nicht nur mir, nein, es passiert auch schon mal den Profis, die zum Teil damit ihr Geld verdienen. Das tröstet.

Und wo ich gerade für meinen Blogbeitrag recherchiere, stoße ich auf die Blogparade der von mir geschätzten Kerstin Hoffmann zum Thema: „Blogparade gegen die Schreibblockade“. Da lass ich doch mein eigentliches Thema fallen und schreibe auf, wie es mir geht und was ich dann mache.

Was genau ist eine Blogparade? Dazu schreibt Kerstin Hoffmann:

Eine Blogparade ist eine gemeinsame Aktion vieler Blogger zu einem bestimmten Thema, das der Veranstalter der Parade ausruft. Alle Teilnehmer verlinken zum Aufruf, weisen in ihrem Beitrag auf die Blogparade sowie das veranstaltende Blog hin und informieren den Veranstalter über ihren Beitrag. Der Veranstalter sammelt die Links zu allen Beiträgen und veröffentlicht sie. Optional ist ein abschließendes Resümee des Veranstalters. Oft entsteht aus allen Beiträgen ein E-Book, das der Veranstalter kostenlos zum Download zur Verfügung stellt. 

Meine Erfahrungen – meine Schreibblockaden – Theorie und Praxis

In den ersten Tagen im Social Media Manager Kurs (IHK) und mit meinen Kunden spreche ich über das Thema Corporate Blog und wie wichtig der eigene Inhalt für Social Media ist. Ich empfehle dann, sich genau die Themen zu überlegen, wozu das Unternehmen schreiben will, was echten Mehrwert für ihre Kunden bringt und dazu einen Redaktionsplan zu entwickeln. Hier gibt es dazu Vorlagen zum Download.

Soweit zur Theorie. Doch wie läuft es in der Praxis ab? Da halte ich mich schon mal nicht an meinen groben Plan. Da sitze ich am Tag des Erscheinens schon mal mit leeren Händen da und weiß nicht, wie ich anfangen soll. Dann gehe ich in die Recherche und plötzlich möchte ich zu einem ganz anderen Thema schreiben. Ja, dann schweife ich schon mal gern ab. Oder ich schreibe den Artikel und es will einfach nicht aus den Fingern fließen. Ich quäle mich nicht nur mit dem Titel sondern auch mit dem Inhalt. Zum Glück kommt das nicht zu häufig vor, aber es passiert.

Für mich ist das Schreiben hier im Blog auch eine ganz neue Erfahrung. Ich hätte mir vor Jahren nicht träumen lassen, dass ich da tue. Aber wie heißt es ja so schön: „Man wächst mit seinen Aufgaben!“. Da sitze ich nun und verfasse jede Woche einen Beitrag und schreibe sogar inzwischen für andere Blogs Gastbeiträge (z.B. hier). Trotz aller Routine, die ich mir in den letzten 2 Jahren damit angeeignet habe, gibt es immer wieder diese Tage, diese Artikel, diese Themen, wo es einfach nicht läuft. Oft scheitere ich da schon mal an meinen eigenen Ansprüchen.

Was tun in solchen Momenten?

Gründer Idee

Meine Tipps

  • Prüfe Deine Ansprüche
    • Manchmal soll ein Artikel so richtig rund sein und man feilt und feilt und will das noch mit reinbringen und das noch ergänzen. Ein gutes Zeichen für mich, das Thema noch einmal zu überdenken und den Perfektionismus im Zaum zu halten.
    • Ich sage nicht, dass man einfachere Artikel schreiben soll, aber man muss auch keine Doktorarbeit daraus machen. Das gesunde, für die Zielgruppe sehr verständliche Maß ist gut. Der Mehrwert für die Zielgruppe muss stimmen.
  • Verändere Deinen Blickwinkel
    • Manchmal hilft es mir einfach den Beitrag sein zu lassen, „eine Runde um den Block“ zu gehen oder noch einmal neu darauf zu schauen.
    • Wenn ich mit einem geschriebenen Artikel nicht so zufrieden bin, habe ich zum großen Glück jemanden im meinem engeren Kreis, dem ich diesen Artikel für ein ehrliches Feedback schicken kann. Danach läuft es dann immer. Meine Empfehlung!
  • Setze Termine
    • Ich bin ein sehr organisierter Mensch, daher helfen mir Termine. Ich habe in meinem Kalender einen Termin, der mich immer an die Veröffentlichung eines Artikel erinnert. Da baut sich also gleich ein gewisser Druck auf, das hilft.
    • Manchmal ist der Termin aber auch dafür da, verschoben zu werden und auch das ist ok, denn einen Tag später funktioniert es gleich besser.
  • Redaktionsplan
    • Er hilft. Auch wenn ich ihn nicht schriftlich fixiert habe, so habe ich ihn doch im Kopf und weiß sehr wohl worüber ich schreiben will.
  • Bloggen nicht als Qual sehen
    • Als ich anfing hier regelmäßig zu schreiben, viel es mir doch sehr schwer. Mit der Zeit hat sich meine Einstellung geändert, vielleicht auch, weil ich gesehen habe, was meine Artikel bewirken und wie viele Menschen sie lesen. Das macht mich Stolz und ist Ansporn zugleich.
    • Dadurch, dass ich nur einmal in der Woche blogge habe ich nicht so sehr Druck und die Schreibblockaden werden auch weniger.
    • Meinen Unternehmen sage ich, dass sie als KMU regelmäßig, aber nicht täglich Inhalte liefern müssen. Ein- bis Zweimal in der Woche reicht völlig aus. Das schaffen auch kleine Unternehmen.

Vielleicht helfen ja die Tipps ein wenig weiter. …was ich ganz vergessen habe….

Bloggen soll Spaß machen!

Inhalte sind wichtig und richtig, aber wenn ich mich für einen Blog entscheide, sollte ich es nicht nur als Aufgabe sehen sondern auch viel Spaß dabei haben, dann klappt es mit dem Schreiben, der Erfolg stellt sich ein und die Schreibblockaden sind passé!

 

Veröffentlicht von

Silke Loers berät Unternehmen zu Vertriebsstrategie online und offline, incl. Social Media, Positionierung und Netzwerken. Auf Grundlage der Unternehmensstrategie entwickelt sie ein Vertriebskonzept und eine wirksame Social Media Strategie. Gemeinsam mit Ihnen hebt sie unentdeckte Potentiale für mehr Umsatz und Bekanntheit. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen aus der Beraterpraxis und gibt Tipps.

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Blogparade gegen die Schreibblockade | PR-Doktor

  2. Pingback: Schreibblockaden - braucht kein Autor #bloCKparade » sozial-pr - Autor, Coach und Berater

  3. Danke Silke,

    Auch dir habe ich meinen Artikel zu verdanken, dein Beitrag war einer der ersten, die ich gelesen haben.

    Die eigenen Ansprüche an Beiträge immer wieder zu überprüfen, das ist wichtig. In den letzten Jahren hat sich mein Anspruch an meine Beiträge verändert, es fliesst sehr viel mehr Persönliches ein, als am Anfang. Das hilft, die Freude am Schreiben zu behalten…

    • Hallo Judith,
      ich freue mich sehr, wenn ich andere Menschen inspirieren kann.
      Meine Blogbeiträge sind im Laufe der Zeit auch persönlicher geworden. Am Anfang habe ich noch sehr steif Tipps weitergereicht, heute fließen meine Erfahrungen sehr ein und ich benenne sie auch. Das Schreiben verändert. Und Schreibblockaden führen immer zu einer neuen Sichtweise. Also steckt wie immer in negativen Dingen viel Positives, man muss es halt nur entdecken.

      Viele Grüße
      Silke

  4. Ja mir schwebte auch immer ein Fachblog vor – eng am Thema und seriös – das sollte am Anfang mich als Person außen vorlassen.
    Mit der Zeit hat sich hier meine Sicht der Dinge geändert – andere Blogs lesen hilft dabei….

  5. Das stimmt, von vielen Kollegen habe ich gelernt und viel Unterstützung erfahren. Toll, dass Blogger so ganz anders zusammenhalten und sich gegenseitig Tipps geben und empfehlen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.