BewusstSein im täglichen Umgang und in Social Media?

Wenn bei Entscheidungen der Bauch spinnt

In Netzwerken und gerade in Social Media lerne ich immer wieder faszinierende Persönlichkeiten kennen. Mir ist sehr wichtig, mich mit diesen Menschen auch im Persönlichen zu begegnen und mich auszutauschen. Ich mag keine Kontakte, nur um der Kontakte willen, so nach dem Motto, es könnten sich ja Synergien daraus entwickeln. NEIN, nur wenn ich Jemanden persönlich, bewußt wahr genommen habe, seine Werte kenne, kann ich ihn z.B. empfehlen.

Nun haben mir gleich 2 meiner Kontakte die Frage nach BewusstSein gestellt. Ich habe überlegt, ob und vor allem wie ich diese Fragen beantworte. Es ist ja doch immer noch ein schwieriges Thema, das schnell als Unfug abgetan wird. Nun habe ich mich doch entschlossen, meinem Kollegen Christian Müller zu antworten:

Was ist BewusstSein für mich?

Bewußtsein heißt für mich, bei allem, was ich tue, mir immer bewußt zu sein, was ich tu, wie ich es tu und was sich daraus entwickeln kann.

Oft spielt uns im täglichen Umgang ja das Unterbewußte einen Streich. Wir reagieren aus reiner Intuition, also den Emotionen, die uns gerade bewegen. Oder wir sind gedanklich nicht im Augenblick sondern oft in der Zukunft und in Plänen dafür verstrickt.

Wenn bei Entscheidungen der Bauch spinntIch habe gelernt, immer wieder auf meinen Bauch, also meine Intuition zu hören. So wird mir schnell klar, dass ich gerade wieder wo anders unterwegs bin und nicht im Hier und Jetzt. Das passiert. Das mache ich mir dann bewußt. Ich bin aber auch inzwischen sehr aufmerksam und spüre, wenn etwas nicht richtig läuft und habe gelernt, „Zwischentöne“ zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren.

Bewußtsein bedeutet also, sich immer wieder bewußt zu machen, was ich mache.

 

Wie hängen BewusstSein & Social Media für mich zusammen?

In Social Media handeln wir meist sehr intuitiv. Das ist einerseits sehr gut und authentisch. Andererseits passieren dadurch oft unerwünschte Entwicklungen, wo Einige hinterher sehr erstaunt und sogar fassungslos sind.

Nun gehe ich als Social Media Manager sicherlich etwas anders, beruflich, an Social Media ran, doch ich denke, dass ein wenig mehr BewusstSein einigen Menschen nicht schaden könnte.

Ich überlege mir sehr genau, was ich wann poste und wie ich z.B. auf kritische Kommentare reagiere. Aber auch mich erwischen so manche Diskussionen auch schon mal kalt und ich bin dann über die Reaktionen sprachlos.

Wichtig ist, dass wir uns immer wieder klar machen, in Social Media gibt es nur das geschriebene Wort, jeder interpretiert es aus seinen Erfahrungen und Erlebten, aus seiner derzeitigen persönlichen Situation heraus. Da kann man schon mal miteinander anecken ohne es zu wollen.

Hier gilt für mich immer: für eine Klärung nutze ich das Telefon oder den direkten persönlichen Kontakt. Dann kann ich Missverständnisse viel besser und vor allem schneller aus dem Weg räumen. Darüber bin ich mir immer bewußt.

Wie nutze ich Bewusstsein im Business?

Nun habe ich ja schon oben beschrieben, wie ich in einem Teil meines Jobs – in Social Media – damit umgehe. Wenn ich Unternehmen zu Vertrieb berate, kommt es oft zwischendurch zu einigen Mails, die hin und her wandern. Hier bin ich mir auch immer über das geschriebene Wort bewußt. Auch hier kommunizieren immer wieder Menschen miteinander und das Gegenüber versteht manchmal etwas anders oder steckt gerade gedanklich mitten in einem Thema. Hier suche ich auch den offenen direkten Weg der Klärung. Das hilft beiden Seiten und die Zusammenarbeit läuft wesentlich entspannter.

Ich bin mir also stets bewußt, dass hier Menschen mit allen ihren Themen, Problemen und Sorgen aufeinander treffen. Der Druck eine Lösung zu finden, wird oft unkanalisiert weitergegeben, das ist nur menschlich. Hier sehe ich auch meine Aufgabe, z.B. alle Beteiligten mitzunehmen, wenn es zwischen Führung und Team zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt. Und das ist völlig normal, wenn es um Veränderung geht.

Wie schaffe ich es in einer bewussten Haltung zu bleiben/zurückzukehren?

Für mich ist es sehr wichtig, mir Auszeiten zu nehmen, in denen ich zur Ruhe komme und mir über Dinge bewußt werde. Diese Auszeiten können der Sport am Abend oder ein Social Media freies Wochenende sein.

Zudem nutze ich mein sehr gutes Netzwerk, um mich regelmäßig zu reflektieren. Ich telefoniere oder spreche mit Freunden, treffe mich mit tollen Kollegen und suche Unterstützung durch einen Coach.

Die Betrachtung der Dinge von außen bringt mich immer wieder bewußt zurück zum Hier und Jetzt und deckt auf, wenn mir meine Emotionen einen Streich gespielt haben.

 

Was tue ich, wenn Bewusstsein in der Esoterik-Schublade landet?

Das ist mir persönlich noch nicht passiert, da ich sehr auf meine Kommunikation achte und offen und klar bin. Ich erlebe es aber in meinem Umfeld, wobei es bei so Einigen auch berechtigt ist.

Für mich ist eine Professionalisierung meines Tuns von höchster Bedeutung, z.B. wenn ich als Coach arbeite. Das gelingt nur, wenn ich offen darlege, was ich für Werte habe und wie ich im Coaching arbeite. Da kommt keine Unsicherheit auf.

Der Grad ist sicherlich ein schmaler, doch für mich kommt es auf die Formulierung und die Klarheit des Handelns an.

Ich nutze z.B. das Schreiben hier im Blog dazu, zu zeigen, wie ich ticke und was mir wichtig ist. So können mich meine Kunden vorab wahrnehmen und wissen sehr genau, wie eine Zusammenarbeit ablaufen kann.

Wie gehen Sie mit BewusstSein um?

 

Veröffentlicht von

Silke Loers berät Unternehmen zu Vertriebsstrategie online und offline, incl. Social Media, Positionierung und Netzwerken. Auf Grundlage der Unternehmensstrategie entwickelt sie ein Vertriebskonzept und eine wirksame Social Media Strategie. Gemeinsam mit Ihnen hebt sie unentdeckte Potentiale für mehr Umsatz und Bekanntheit. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen aus der Beraterpraxis und gibt Tipps.

8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das gefällt mir gut. Bewusstsein heißt für mich ganz einfach sowohl Gewahrsein als auch „Aufmerksamkeitsradius“. Und der sollte meiner Meinung nach groß sein. Damit wir viel mitkriegen, von uns selbst, von unsererm Unterbewusstsein, von anderen Menschen und den Folgen unserer Taten.

    • Hallo Susanne,
      ja Aufmerksamkeit ist dafür ein wichtiger Schlüssel.
      Nimm doch den Artikel auf und schreib dazu in Deinem Blog ein Artikel!

      Herzliche Grüße
      Silke

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  5. Liebe Silke,
    ich bereite gerade einen Vortrag zum Thema „Gelassen und stark im Job“ vor und nehme gerne dafür den Impuls Bewusstsein bei Sozialen Netzwerken auf. Herzlichen Dank dafür!

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