Muss ich an Teamevents teilnehmen, um meiner Karriere nicht zu schaden?

‚© S. Hofschlaeger / PIXELIO’ 

 

Gestern wurde ich als Karriereexperte von Portal Audimax, welches Online Absolventen von Universitäten in Karrierefragen unterstützt, gefragt:

Muss ich an Teamevents teilnehmen, um meiner Karriere nicht zu schaden?

Meine Antwort lautete:

“Mit dem Begriff „Muss“ tue ich mich schwer. Fakt ist, es schadet nicht, macht die Karriere aber schwerer. Besser ist, die Vorteile zu betrachten. Viele Informationen werden auf solchen Events ausgetauscht. Man hat die Chance, in einer anderen Atmosphäre sich mit dem Chef/in zu unterhalten. So kann man wertvolle Tipps z.B. für neue Projekte erhalten und sich gleich dafür ins Spiel bringen. Das sind doch Argumente dafür, oder?”

Leider hatte ich nur 400 Zeichen zur Verfügung, sonst wäre meine Antwort umfassender ausgefallen. Vielleicht hier noch ein paar Gedanken dazu:

Das Buch Geh nie alleine essen! hat mich sehr beeindruckt. Nun ist es natürlich im Vertrieb Grundvorraussetzung, mit vielen Menschen, meist Kunden zu kommunizieren und auch an Events teilzunehmen. Trotzdem fällt es nicht jedem leicht. Wenn man einmal die Vorteile betrachtet, fällt es vielleicht leichter:

  • wichtiger Informationsaustausch
  • näheres Kennenlernen der Teammitglieder und der Kunden
    • oft verhalten sich viele wesentlich gelöster und erzählen mehr von sich und ihren Werten
  • ev. gemeinsames Brainstorming zu neuen Projekten oder Ideen
  • man kann eigene Idee in einer anderen Atmosphäre platzieren
  • man kann eigene Werte vermitteln
  • man erzielt zu den Eventteilnehmern eine ganz andere Bindung durch das gemeinsam Erlebte
  • man hat die Chance, in Ruhe, sich mit dem Chef/in oder Kunden auszutauschen und sich zu zeigen
    • oft ist dafür im Arbeitsalltag keine Zeit und kein Ohr
  • man kann Unterstützer/Multiplikatoren für bestimmte Themen finden

Was fällt Ihnen noch zu diesem Thema ein?

 

Hier noch der Beitrag in der Ausgabe der Karriere-News von Audimax (erschienen 19.06.2012′):



25. Mai 2012 | Allgemein, Motivation | Permalink
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5 Kommentare auf Muss ich an Teamevents teilnehmen, um meiner Karriere nicht zu schaden?

  1. Liebe Silke,
    was vielleicht auch ermutigend ist und motivierend sein kann: Übung hilft! Nach dem ersten Event kennt man schon den ein oder anderen, es fällt einem leichter, auf eine Gruppe zuzugehen, bei der man schon jemanden kennt und irgendwann fühlt man sich immer mehr wie bei einem Klassentreffen und dann wird immer ergiebiger mit dem Ideenaustausch, Kontakte knüpfen, Projekte vorstellen etc.

    • Liebe Ute,
      vielen Dank für Deine Ergänzung, ja, Übung macht wirklich den Meister. Die positiven Erfahrungen überwiegen hierbei wirklich. Wenn man nach dem Motto handelt, was kann ich für den anderen tun und was kann ich ihm geben, kommt ganz viel zurück. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn mal eine Veranstaltung nicht so toll ist oder ich an einem Event nicht teilnehmen kann.

  2. Networking und Teambuiling für jedermann. Ich erinnere mich an das Buch “Ich hasse Teams”.

    Also ich gehe ja gerne mit mehreren Essen, wie Du weißt.
    Aber das ist doch vielleicht nicht für alle geeignet.

    Bei der Gelegenheit: Ich stolperte über ein Buch mit dem Titel: “Networking für Networking-Hasse.”

    • Lieber Lars,
      sicherlich gibt es hier, wie immer, kein grundsätzliches Ja oder nein, jedoch ist das Extrem in beiderlei Richtungen nicht gut, wie immer, der Mix macht es. Bei Teamevents sehe ich einfach die Möglichkeit mehr von den Kollegen und dem Chef zu erfahren. Oft werden zu solchen Anlässen interessante Themen besprochen, für die im Alltag kaum Zeit ist.
      Klar ist es schwierig, wenn man diese Teamveranstaltungen absolut nicht mag. Da stellt sich die Frage, ist man richtig in diesem Team aufgehoben? Wenn man einen guten Kontakt zu Kollegen und Chef hat, sind solche Events doch ein schöner Ausgleich zum Arbeitsalltag.

  3. … “Networking für Networking-Hasser”. Es scheint mir ganz interessant zu sein für “Leise Menschen”, die eben auch nach Übung immer noch alleine essen wollen.